Balancing der A-M Schiffe

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FunAndEngaging
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Balancing der A-M Schiffe

Beitrag von FunAndEngaging » Mi Jun 02, 2021 4:11 pm

So, dann mach ich mal den Thread auf.

Eines vorweg: Ich find das ganze Konzept großartig, das Event war toll inszeniert und hat auf jeden Fall Leben ins Spiel gebracht.

Die meisten Schiffe find ich interessant und/oder stark, andere sehen das wohl genauso wenn man sich die Produktionszahlen ansieht. Nochmal ein Lob an die Verantwortlichen, das ist insgesamt recht gut durchdacht.

Die Nâran-Yíana finde ich etwas overpowered gegenüber der Aurora, was aber durchaus so in Ordnung sein kann - Ihre Werft ist IMO die begehrenswerteste Station im Spiel und somit ein wunderbarer Zankapfel.

Und dann ist da die Upanišadt. Die ist... nicht gut.

Im Sinne von "würd ich nicht mal geschenkt nehmen".

Ich hatte mich gestern mal hingesetzt und die Anschaffungs/Betriebskosten aller Frachter verglichen. Ergebnis:

Bild

Kurz erklärt:
- Unten ist billig in der Anschaffung, oben teuer
- Links ist billig im Unterhalt, rechts teuer
- Alle Werte sind auf die Selbe Menge Fracht und die selbe Entfernung runtergerechnet.

Die Linie zeigt dabei die Ausbaustufen des jeweiligen Schiffs an (Container, Module, Lowheat-Offiziere...)
Die Upanishad hat praktisch zwei Linien, die untere Stellt dabei den Betrieb mit einem Lowheat-Offizier und weniger Containern da.

Folgendes ist zu sehen:

- Triton und Ma'at sind spottbilig zu bauen und werden in den ersten Ausbaustufen (nach andocken von Standardcontainern) halbwegs effizient. Mit Riesencontainern kitzeln sie noch etwas mehr raus, aber der Kaufpreis pro Tonne geht durch die Decke (Riesencontainer kosten mehr pro Einheit als eine Behemoth... und die kann fliegen!)

- Nautilus ist auch recht günstig zu bauen, kostet aber ganz schön was. Ihre Vorteile die sich hier nicht darstellen lassen sind natürlich die zwei Docks und die bessere Effizienz auf Kurzstrecken.

- FR72 ist overpowered :)

- Raider ist teuer, was aber klar sein sollte - sie ist ein Kriegsschiff mit großer Besatzung.

- Die beiden GTU-Frachter geben sich wirtschaftlich nichts, erst wenn Cookies eingebaut werden zieht die Atlas davon (klar, hat doppelt so viel Cargo pro Cookie)

Und die Upanishad? Die dümpelt da drüben rum, weit abgeschlagen. Teuer in der Anschaffung und unfassbar teuer zu fliegen, weil sie AM frisst.
Wahrscheinlich sind neben der Raider auch noch andere Kriegsschiffe bessere Frachter als dieser Pott. Selbst mit Riesencontainern im Wert von mehreren Millionen RE kommt sie kaum an die billige Nautilus heran.

Der Fix für dieses Schiff ist denkbar einfach: Ein einzelner Modulslot, in dem man einen Deut-Reaktor einbauen kann.
Damit kann sie mit Lowheat 9 Container unbegrenzt schleppen, wenn der Offizier auch noch 200 NAV hat sogar die vollen 10.

Die resultierende Kurve seht ihr hier:

Bild

Mit einer Grundausstattung ist sie nun so teuer zu fliegen wie eine Nauti mit Boostern, aber immernoch um ein vielfaches teurer in der Anschaffung.

Wenn man aber ein volles Set XL-Container ranhängt kommt man an Atlas/Behe mit Booster+Lowheat+Standardcontainern ran.

Als Alleinstellungsmerkmal der letzteren verbleibt, dass sie mit Riesencontainern noch effizienter werden können und dass sie mehr Cargo pro Größenpunkt in der zweiten Reihe tragen.

Ich würde mich sehr freuen wenn unsere anderen Händler hierzu einen Kommentar abgeben. Aktuell kenne ich jedenfalls niemanden, der die Upanishad in ihrem jetzigen Zustand bauen würde.
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Corregian Syndikat
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Re: Balancing der A-M Schiffe

Beitrag von Corregian Syndikat » Mi Jun 02, 2021 7:59 pm

auf jeden Fall erstmal ein großes Lob für deine Mühen das so aufzubereiten und auch für deinen einfachen Verbesserungsvorschlag.
Jedoch würde ich gerne die AM-Schiffe weiterhin alle auf AM fliegen lassen, da sie alle auf der gleichen Reaktortechnologie basieren.
Aber du hast ja noch einige weitere Faktoren bei deinen Berechnungen berücksichtigt. Wie müsste man zB den Cargo anheben oder den Unterhalt senken oder den Reaktor verändern, um den Frachter näher an die bestehenden Frachter zu bringen, ohne ihm Deut als Treibstoff zu geben?

FunAndEngaging
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Re: Balancing der A-M Schiffe

Beitrag von FunAndEngaging » Do Jun 03, 2021 12:32 pm

Corregian Syndikat hat geschrieben:
Mi Jun 02, 2021 7:59 pm
Wie müsste man zB den Cargo anheben oder den Unterhalt senken oder den Reaktor verändern, um den Frachter näher an die bestehenden Frachter zu bringen, ohne ihm Deut als Treibstoff zu geben?
Mein erster Gedanke war, den Reaktor auf 420 anzuheben.

Alternativ dazu kann man auch das EPS massiv erhöhen, aber ein Frachter der bei -1 Heat nicht mal eine Runde lang seine volle Zuladung transportieren kann ist für mich witzlos.

Wenn man den Reaktor bufft ist sie mit 9 Riesencontainern immerhin so effizient wie die Nautilus.

Allerdings kostet sie dann > 10 Mio RE, für das selbe Geld gibts auch eine Behemoth mit Modulen & Standardcontainern.
Die Upanishad hat dann ihr höheres Tempo und die Größe (19 vs 24) als Vorteil, kostet dafür aber vier mal so viel pro bewegter Tonne.

Dann hab ich eine Base Cargo Erhöhung versucht.

Ab 80k Base Cargo senken Standardcontainer die Effizienz - weil die Energiekosten steigen. Antimatter strikes again.

Wenn man stattdessen die Effizenz erhöht (140 pro AM, 420 Output) sieht es auf jeden Fall schonmal besser aus:

Mit 10 XL-Containern, LH+LE Offizier ist sie nun nur noch drei mal so teuer zu fliegen wie die Behemoth. Im Stillstand kosten beide etwa gleich viel (Pro Transportkapazität).

Mit 9 Standardcontainern + LH-Offizier konkurriert sie wie folgt mit der Nautilus(LH + Wartungsbot + Uran-Reaktor):

- Heat 2 Statt Heat 3 (-> flexibler und schneller)
- 125% mehr Transportvolumen*Flugdistanz pro Schiff (-> einfacherer Handhabung, aber weniger flexibel)
- fast gleiches Volumen pro Größenpunkt (2. Reihe)
- 300% höhere Anschaffungskosten -> 70% höher pro T*F
- 55% mehr Statischer Unterhalt pro T*F
- 2470% mehr Kosten pro bewegter Tonne
- keine Jäger/Bomber Docks

Um Mal einen realen Wert zu den Flugkosten zu nennen:
Um 765k Einheiten einmal 100 Sektoren weit zu transportieren verbrennen 9 Nautis mit diesem Build Deut im Wert von ~50 RE.
Um in der gleichen Zeit 520k Einheiten einmal 150 Sektoren weit zu transportieren verbrennen 4 Upan AM im Wert von ~2000 RE.
Beides muss man jeweils verdoppeln, um den Rückweg mit einzuberechnen.


Für mich wäre das immer noch nicht konkurrenzfähig.
Als nächstes hab ich mal versucht den statischen Unterhalt zu verringern(Crew/10).
Damit kostet sie im Stillstand pro (potentiellem) T*F 23% weniger als die Nauti.
Sobald die Upanishad im Schnitt weniger als 300 Sektoren pro Woche fliegt ist sie dann tatsächlich günstiger.
Das wäre dann für mich der Punkt, an dem ich persönlich das Schiff interessant fände. Wobei es sich wegen der Anschaffunskosten trotzdem nicht lohnt (Amortisationszeit > 25.000 Ticks) - dafür müsste man die Baukosten um ein Drittel senken (Um mit Wartungsrobotern zu konkurrieren!), aber ich will mich ja heute nicht zu weit ausm Fenster lehnen...

Wenn man dann noch XL-Container statt normalen anhängt zieht sie bei der Effizien an der Nauti vorbei, erreicht aber weiterhin nicht ganz die Budget-Behemoth. Und gibt sich auch vom Kaufpreis pro Kapazität her nichts.

Und die Reihe 1 Frachter sind natürlich sowieso außen vor - viel effizienter, aber dafür verwundbar.

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Proposed Fix 2 - Mandatory Antimatter Edition

Reaktorwert AM 70 -> 140
Reaktoroutput 350 -> 420
Energiespeicher 500 -> 900
Crew 1500 -> 150
Nahrungsspeicher 17000 -> 1700
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Balance mit Fix N°2
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Ole
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Re: Balancing der A-M Schiffe

Beitrag von Ole » Sa Jun 05, 2021 10:01 am

Mal aus einer anderen Perspektive betrachtet könnte ich mir auch vorstellen, dass das "Problem" an dem Frachter woanders liegt: Im Balancing relativ zu den übrigen AM-Schiffen, nicht relativ zu den anderen Frachtern. Die übrigen AM-Schiffe sind allesamt nützlich bis sehr nützlich. Nicht unbedingt alle besser als existierende Schiffe, aber jedenfalls nie wirklich schlechter und stellenweise durchaus mit Fähigkeiten (Jäger) oder Werten (Fregatte, Korvetten), die man sonst nur für extrem teures Geld via Bauplänen erreicht. Der Frachter ist das nicht wirklich. Er ist ein Nischenschiff. Vielleicht tatsächlich nicht schlechter als andere Frachter, aber auch nicht wirklich besser, ohne eine Fähigkeit, die wirklich heraussticht oder Werte, die besonders gut wären.

Er ist zudem - im Vergleich zu den anderen AM-Schiffen - auch nicht unbedingt leicht zu bauen, weniger durch den Baupreis (800.000 Erz klingt viel, ist durch die Bauzeit aber auf den Tick gerechnet relativ durchschnittlich), sondern eher durch die Bauzeit von 100 Ticks. Dadurch ist er auch nicht unbedingt attraktiv für den Handel, einfach weils ewig dauert, bis man einen gebaut hat. Vergleicht man ihn dann - nicht unbedingt fairerweise, aber mMn doch nicht ganz unverständlich - mit der Fregatte, dem einzig anderen AM-Schiff, für das es nur eine Werft gibt - fällt der Vergleich umso mieser aus. Für die Hälfte(!) des Baupreises - wenn auch bei gleicher Bauzeit - bekommt man dort ein Schiff, das im Vergleich zur regulären Fregatte eben doch ein klares Upgrade und schlicht besser ist. Die Jäger würde ich eher als Sidegrade bezeichnen, die Bomber sind eher Upgrade, die Korvetten sind ein Mittelding mit Hang zum Upgrade, die Kreuzer wohl auch. Auch das AM-AWAC ist zB ein schlichtes Upgrade im Vergleich zu anderen AWAC und eben schneller und in größeren Mengen bau- und damit handelbar. Der Frachter ist vielleicht noch ein Sidegrade, aber die Bauzeit verhindert da dann halt auch eine echte Handelsmöglichkeit.

Alles in allem mag der Frachter insofern gut oder schlecht sein, das Urteil will ich gar nicht fällen. Aber im Vergleich zu den übrigen AM-Schiffen, deren Kosten und Fähigkeiten, ist er eben doch schlechter.

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Warg
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Re: Balancing der A-M Schiffe

Beitrag von Warg » Mo Jun 07, 2021 9:23 pm

Der AM-Frachter wurde wie folgt überarbeitet:
viewtopic.php?f=8&t=294&p=878#p878

Danke für die Rückmeldungen.
Lang lebe das Vasudanische Imperium!

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